9.11.-24.11.2016 “ Grenada – Martinique „

Um 10:30 Uhr ging es los. Ziel: Martinique, 153 sm. Der Plan war in einem Rutsch an den Inseln vorbei zu segeln, da wir diese ja alle schon kannten. Anfangs war der Wind eher mäßig, nahm dann aber stetig zu, so dass wir mit 6-7 Knoten gut vorangekommen sind. Am frühen Morgen setzte kurz vor Ende St. Vincent leider Dauerregen ein. Es war anstrengend, denn in den Wetterfronten saßen immer wieder Squalls, die hatten wir auch schon nachts hin und wieder. In so einem Squall stecken meistens 30-35 Knoten Wind und viel Regen , was bedeutet Segel reffen und danach wieder ausreffen dadurch hatten wir nicht viel geschlafen. Wir haben dann um entschieden und auf St. Lucia 23 sm von Martinique entfernt einen Stopp eingelegt, da der Regen einfach nicht aufhören wollte. So ein Schietwetter kannten wir bisher nur von der Ostsee, in der Karibik haben wir es so noch nicht erlebt. War zum Glück nur eine Ein Tags Fliege. Nachdem vor uns ein großer Vogelschwarm am fischen war, und wir die Tunfische springen sahen wurde trotz des miesen Wetters noch einmal die Angel ausgeworfen und 2Minuten später wurden wir mit einem schönen Tunfisch belohnt. Während ich uns ein schönes warmes Essen zubereitet habe, hat Thomas erstmal geschlafen. Im Nachhinein war es eine gute Entscheidung, denn es hat die ganze Nacht durch geregnet. Am nächsten Morgen hatten wir super Wetter und Wind und sind in 3,5 Stunden nach Martinique in die Ankerbucht Le Marin gesegelt.

Und wie schon beim ersten Mal, waren wir erstaunt wie viele Schiffe in dieser Ankerbucht liegen aber was soll`s wir wollten uns ja nicht lange dort aufhalten und um Proviant zu bunkern und Ersatzteile zu kaufen ist es die beste Möglichkeit. Unterwegs haben wir uns schon überlegt was wir alles einkaufen werden (große Freude). Es war schön mal wieder etwas Europäisches Flair genießen zu können und vor allem Lebensmittel wie z.B. verschiedene Sorten Käse oder Steak (frisch) zu bekommen. Ja, leider hatten wir den 11.11. und auch in der Karibik wird Karneval gefeiert, alle Geschäfte hatten geschlossen 🙁 Helau und Alaaf.

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Schön war es auch einige bekannte Gesichter wieder zu treffen wie Karen und Reinhard von der Sy Findus und bei einem Bier in der Bar die Erlebnisse aus zu tauschen. Am Samstag wurde dann eingekauft, gut dass unser neuer Dingi Motor mehr Leistung hat, denn unser Schlauchboot war voll. Am Montag hat Thomas einen Termin mit einer Segelmacherin vereinbart. Wir wollten uns Reißverschlüsse in das mittlere Fenster der Sprayhood einsetzen lassen. Ohne sich die Sprayhood an Bord an zu sehen, sagte sie dies wäre kein Problem. Ich hatte so meine Zweifel, wie sich im Nachhinein zeigte berechtigt. Am Freitag hatten wir den Termin somit hatten wir genug Zeit für andere Dinge, Thomas hat einen Ölwechsel gemacht, wir haben Ersatzteile besorgt und uns mit Inge und Thomas von der Sy Saga für zwei Tage ein Auto gemietet. Wir waren einen Tag wandern und am zweiten Tag waren wir shoppen bei Decatlon, wo Thomas nun endlich seine Harpune gefunden hat. Seit dem er auf Tobago mit zwei Bekannten speeren war, wollte er unbedingt eine haben. Naja, schauen wir mal ich bin gespannt die Harpune ist nicht gerade klein und das spannen bedarf wohl auch etwas Übung. Als Thomas das Spannen im Cockpit ausprobiert hat, fühlte ich mich nicht so wohl und habe beschlossen vorerst wohl besser nicht in der Nähe der Harpune zu sein (besser ist) :).

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“ Ja in Deutschland gibt es Grünkohl, bei uns Sauerkraut „haben wir beim durch schauen der Vorräte noch gefunden 🙂

 

Am Freitagmorgen fuhren wir dann mit unserer Sprayhood voller Vorfreude auf die neue Cockpitbelüftung zur Segelmacherin. Als sie unsere Sprayhood sah, sagte sie “ verry nice and a good Job “ um dann kurze Zeit später festzustellen, dass ihr Handwerkliches Geschick wohl nicht ausreichen würde um die gewünschte Änderung vorzunehmen. Ja, dumm gelaufen 🙁 Fazit  Gruß an alle die vorhaben mit dem Schiff in warme Regionen zu segeln, lasst all solche Änderungen in  Deutschland vornehmen 🙂

Etwas positives hatte das Ganze, dass Edelstahlgestänge konnte mal richtig geputzt werden bevor die Sprayhood wieder aufgebaut wurde. Wahrscheinlich ändern wir unsere Sprayhood jetzt selber, ich muss nur noch den einen oder anderen You Tube Film sehen 🙂

Am Wochenende haben wir dann noch Heike und Herwig von der Worlddancer begrüßt, sie sind zurückgekommen von der Nereids Rally. Am Dienstag ging es dann endlich los gen Norden.

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“ Mangroven auf der Atlantikseite von Martinique“

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hey ihr Lieben, happy Nikolaus

  2. moin!
    – habe auch meinen seestiefel vor die tür gestellt, war aber nur wasser drin am nikolausi.
    das sind die Momente wo ich gern eure berichte lese um mir mut für die „fehlenden “ 5 jahre zu machen.
    habt jedenfalls ein bischen mitleid mit den norddeutschen schmuddelwetter-geplagten!

    alles gute für ´s fest und den rutsch
    wünscht
    helge

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