“ war das ein Spaß“

1.04-2.04.2017

Um 9:00 Uhr morgens hieß es dann Anker auf. Von der Südlichsten Insel der Bahamas ging es auf gen Norden Richtung Exuma, Ziel Clarence Town Long Island 152 sm Windrichtung, Anfangs NNO 10-15 Knoten, später NO 15-18 Knoten. Optimale Bedingungen, um mal wieder am Wind zu segeln. So rauschten wir dann los, über Stunden sind wir immer um die 7 Knoten gelaufen und mehr, es war ein Genuss. Inge und Hermann, ein sehr nettes Paar aus Holland sind mit ihrer Shiva, einer X45 unterwegs und um 9:30 Uhr gestartet, mit gleichem Ziel. Am Tag zuvor haben die beiden Männer schon ordentlich rumgeflachst, vor allem was das Segeln angeht. Ja, und was soll ich sagen; hoch am Wind hat es über vier Std. gedauert, bis sie uns eingeholt hatten. Ok, die Shiva hat ein Handikap, das Großsegel kann z.Z. nur im ersten Reff gefahren werden 🙁  als der Wind dann etwas drehte und wir halben Wind hatten, sind sie mit über 8 Knoten an uns vorbei gesegelt; aber stolz waren wir doch ein bisschen:)  Hermann sagte im nach hinein :“ das war ein schönes Herrensegeln !“.

IMG_20170402_151609

 

IMG_20170402_123809 IMG_20170402_120442

Aber auch für uns ging es flott weiter und wir haben unser Ziel nach 24 Std. erreicht.

So, schnell auf klarieren, Kaffee kochen, Brot aufbacken und ausgiebig frühstücken; so war der Plan. Blöd war nur, dass unser Brot bereits anfing zu schimmeln :(. Ok, dann nur Kaffee und wir fahren eben mal an Land kaufen Brot und holen unser Frühstück nach:)

In der Marina angekommen, haben wir erst einmal gestaunt, klein aber sehr modern und geschmackvoll, so eine tolle Hafenanlage hatten wir bisher noch nicht gesehen.

IMG_20170404_162514    IMG_20170403_124001

Einen kleinen Shop gab es auch; nur kein Brot :(. Vom Hafenmeister erfuhren wir, dass der nächste Supermarkt 15 Meilen entfernt sei (unsere Blicke sprachen wohl Bände) wir könnten aber unterwegs ein Taxi anhalten, dies wäre nicht so teuer. Naja, nach den Preisen für Kaffee zu urteilen, waren wir uns da nicht so sicher :(.Wir haben uns den Weg zur Hauptstraße beschreiben lassen, und spazierten los. Der Ort Clarence Town war sehr „ überschaubar“, ein paar Häuser, zwei Kirchen mehr nicht. Schnell hatten wir die Hauptstraße erreicht. Vor uns lagen unendliche Weiten 🙁 ich musste mal wieder an die Werbung von Aral denken „ I’m  walking“. Wie bereits im Ort so auch auf der Straße keine Menschenseele, geschweige denn ein Auto zu sehen. Irgendwann ( gefühlte 1,5 Std.)kam dann doch ein Auto vorbei, ich streckte sofort den Daumen hoch und die nette Fahrerin hielt prompt an und fuhr uns zum Supermarkt. Während mein Thomas sich angeregt unterhielt, habe ich die Strecke verfolgt und war mir nicht mehr so sicher, ob dies eine gute Idee war, es war so weit und wir mussten ja auch irgendwie zurückkommen. Ok, wird schon klappen, positiv denken. Der Preis für das Brot ( Toast aber immerhin mit Körnern) welches eben mal 5,50 Dollar gekostet hat, signalisierte uns „ in Zukunft wird gebacken!“ Mein positives denken zahlte sich aus; so hat es nicht lange gedauert und wir wurden von dem wohl ältesten Einheimischen (und Auto) der Insel zurück zum Hafen gefahren. Sein Fahrstiel war etwas „ gewöhnungs“ bedürftig und während er uns einiges von Long Island erzählte, sind ihm auch hin und wieder mal die dritten Zähne etwas aus dem Mund gerutscht, aber was solls; er war super nett und hilfsbereit und….wir mussten nicht laufen 🙂 Und übrigens, Long Island ist 130 km lang, bis zu 6km breit und hat ca. 3900 Bewohner, kein Wunder das man kaum jemanden trifft :).

IMG_20170404_134357

Nachmittags hat Thomas dann auch noch seinen bisher größten Lobster gefangen  🙂

 

 

 

 

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Hallo ihr Zwei,
    das sind ja herrliche Momente von denen ihr berichtet.
    Bei uns geht es auch endlich wieder los, am 21.4 gehr unser Boot zu Wasser.
    Leider haben wir hier z. Zt. eher wieder Winter, aber wir hoffen auf besseres Wetter zum Saisonstart.
    Berichte bitte weiter Susanne, wir lesen jeden Tag, auch wenn wir nicht immer schreiben.
    viele liebe Grüße
    Helge &Tina

  2. Hi, segeln ist ja bei unseren Reisen leider eine Seltenheit geworden. Können gut verstehen, dass euch am Wind mal wieder gut gefallen hat.
    Weiter viel Spaß!
    LG
    Britta und Jens

  3. Hallo Ihr zwei! Das sind ja traumhafte Bilder! Das Regattasegeln hört sich nach einem großen Spaß an, da wären wir gerne dabei gewesen! Viel Spaß weiterhin auf den Bahamas

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen