“ Geschafft“

25.06.2017

130sm, 24Std

Nach dem Sturm folgte mal wieder eine Flaute. Die Wetteraussichten für die kommende Woche waren mehr als bescheiden für unseren Törn gen NY. Was soll’s, machen wir das Beste daraus. Sonntagmittag, unter Berücksichtigung der Tide, ging es nach Cape May. Als wir den Ankerplatz erreicht hatten, waren wir etwas geschockt; das hatten wir uns alles etwas anders vorgestellt. Das Ankerfeld lag zwischen Arbeitsschiffen und Schrott und war sehr eng :(. Wir ließen den Anker neben der Balou fallen. Wir waren uns so nah, dass wir keine Funke brauchten. Das ging gar nicht; kurze Besprechung mit den anderen, wir gehen weiter. Also, Anker auf und los. Die Nachfahrt war ok, anfangs konnten wir noch segeln, später haben wir den Motor hinzugenommen. Dieses Segelrevier ist schon Gewöhnungsbedürftig; entweder Starkwind oder Flaute, dazwischen liegt es selten :(. Da kaum Schiffsverkehr war, konnten wir abwechselnd ruhig schlafen. Als Thomas während seiner Nachtwache plötzlich Hochhäuser mit riesiger Leuchtreklame entdeckte, staunte er nicht schlecht; schon die Skyline von Atlantic City war sehr beeindruckend. Ja und am nächsten Tag gegen 18:00Uhr war es dann soweit, vor uns im Dunst lag Manhattan, was für eine riesige Stadt.

 

Unseren ersten Stopp machen wir hinter Sandy Hook. Am nächsten Morgen geht es weiter nach Great Kills auf Staten Island. In dieser geschützten Bucht gibt es zwei Marinas eine davon gehört dem Richmond County Yacht Club, der auch einige Moorings anbietet. Auf den ersten Blick sieht das Hafengelände etwas marode aus. Im Nachhinein erfahren wir, dass der Hurrikan Sandy 2012 große Schäden verursacht hat .Es gibt ein zusammen gezimmertes Clubhaus (das neue ist seit vier Jahren im Bau) allerdings keine Sanitären Anlagen, naja wir haben ja alles an Bord. Dafür kostet die Mooring statt 45 US nur 25 US und es gibt einen Fahrservice, den wir über Funk erreichen. Was für ein Luxus und alle sehr freundlich :).Während wir beim ersten Landgang so auf der Straße stehen und uns fragen geht es links oder rechts zum Zug, hält ein Auto; ein netter Herr fragt uns wo wir denn hin wollen. Er hat uns nicht nur den Weg erklärt, nein er hat uns auch gefahren; in Deutschland unvorstellbar. Einige dieser netten Clubmitglieder haben wir dann Abends nach der Wöchentlichen Mittwochsregatta im “ Clubheim“ kennen gelernt und einige gute Tipps für unsere Ausflüge nach Manhattan bekommen.

Die Orte auf Staten Island haben einen typischen Vorortcarakter, Einfamilienhäuser mit teilweise  „sehr“ gepflegten Vorgärten wo dann auch mal der Sonntagsbraten durch spaziert 🙂

 

 

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