“ Xaymaca““

“ Xaymaca““

21.12.-28.12.2017

Xaymaca, Land aus Wald und Wasser, nannten die Taino , ursprünglich aus Venezuela stammend, ihre neue Heimat, als sie Jamaika um 600 besiedelten. So klangvoll wie dieser Name, so schön und vielfältig ist diese Insel. Unser derzeitiger Ankerplatz liegt sehr idyllisch, umsäumt von satt begrünten Hügeln.

Der naheliegende kleine Ort, Port Morant ist einfach zu Fuß zu erreichen. Während unserer ersten Erkundungstour war anhand der zum Teil brach liegenden Gebäude zu erkennen, dass es wohl auch schon bessere Zeiten in Port Morant gegeben hat. Nach einer kurzen Recherche waren wir schlauer. Die ehemaligen Haupteinnahmequellen, wie der Export von Bananen, Produktion von Rum, Kaffee und Kokou wurden durch den Tourismus abgelöst. Dieser befindet sich allerdings eher im Norden und Westen der Insel. Obwohl sich durch den Arbeitgeber Tourismus wieder ein Mittelstand entwickelt hat, lebt ein großer Teil der Bevölkerung vom Existenzminimum und weniger. Es ist beachtlich, trotz dieser Lebensumstände haben die Jamaikaner solch eine lebensfrohe und freundliche Art, die uns immer wieder staunen lässt. Außerhalb der Städte lebt ein Großteil der Bevölkerung in kleinen ca. 35 Quadratmeter großen einstöckigen und zum Teil bunt angemalten Häusern.

Neben oder vor den Häusern versucht der ein oder andere durch den Verkauf von selbst angebauten Früchten oder Gemüse den Lebensunterhalt etwas aufzubessern, welches wir gerne in Anspruch nehmen.

Auch die umliegenden Orte sind gut mit Bus zu erreichen. Diese Art der Beförderung ist recht günstig (je nach Distanz zwischen umgerechnet ca.1-3 Euro) und vor allem interessant. Wie schon auf einigen anderen Karibischen Inseln sind es meistens eigentliche Achtsitzer aus denen dann auch schnell ein 18 oder 20 Sitzer werden kann, je nach Bedarf.

Nach den Feiertagen, haben wir diese Art der Beförderung auch für unseren Ausflug zu den Wasserfällen genutzt .Die Hinfahrt an diesem Tag war allerdings schon mehr als interessant, eher ein Abenteuer. Da der erste Bus schon recht voll war, haben wir uns aufgeteilt. Britta und Jens sind mitgefahren und wir wollten mit Elvira und Alfons dem nächsten Bus hinterher kommen. Der nächste wollte aber so schnell nicht kommen, also Daumen hoch, irgendjemand wird schon anhalten. Und tatsächlich, nur war es in unserem Fall ein großer LKW mit offener Ladefläche, dessen Zustand schon vom optischen sehr zu wünschen übrig ließ. Mmmm, wie soll das funktionieren ? Freundlich gab der Fahrer uns zu verstehen, dass dies doch kein Problem sei, die Frauen fahren in der Kabine mit und die Männer (stehend) auf der Ladefläche, und los ging die wilde Fahrt. Während unsere Männer einen Heiden Spaß hatten, habe ich mich ab und zu gefragt was wohl besser sei, in erster Reihe im LKW oder zusammen gequetscht in dritter Reihe im Bus zu sitzen. Der Vorteil im Bus ist, man sieht nicht was kommt, welches bei der Fahrweise und den Straßenverhältnissen hier auch manchmal ganz gut ist. Nach ca. 1 Stunde Berg und Talfahrt im LKW ging es mit einem PKW weiter. Diesen hatte unser netter LKW Fahrer Louis für uns organisiert. Unterwegs haben wir Britta und Jens an dem vereinbarten Treffpunkt aufgepickt und letztendlich doch noch gemeinsam die Wasserfälle erreicht.

Nach ausgiebigem erkunden und baden ging es weiter gen Norden, nach Boston .Dort haben wir uns etwas gestärkt,mit Jerk food. Es ist eine traditionelle Zubereitung von Fleisch welches pikant gewürzt auf Pimentholz gegrillt wird, interessant und lecker 🙂

Gesättigt und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg, welcher diesmal sehr entspannt war, da außer uns nur 5 weitere Personen im Bus saßen 🙂

Ja und diese drei haben  wortwörtlich“ Schwein gehabt“ Weihnachten ist vorbei !

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag hat einen Kommentar.

  1. Hey ihr Lieben,
    wir wünschen euch ein frohes und spannendes neues Jahr.
    Zum Glück sind diese Feiertage vorbei und es kehrt wieder Ruhe ein. Wir zählen schon fast die Tage, bis es in Wendtorf wieder los geht.
    Ihr müßt auf Jamaika unbedingt ein gebratenes Huhn von der Straße essen. Die in den halben ölfässern zubereitet werden, ein Genuss !!!
    Und einen Abend in Ricks Café, bei den Felsenspringern.
    Lasst es euch gut gehen
    liebe Grüße Helge & Tina

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