„home sweet home“

„home sweet home“

29.12.-2.01.2018

Wenn die „ Dörfler in die Stadt kommen“, so haben wir uns während unseres nächsten Ausflugs gefühlt, der uns nach Kingston führte. Es ist die größte englischsprachige Metropole im mittel- und südamerikanischen Raum und zugleich Geschäfts- und Universitätszentrum, wo heute mehr als 1Mio. Menschen leben. Die Stadt ist unterteilt in Downtown und Uptown. In Downtown, wo die Mehrzahl der Jamaikaner in recht ärmlichen Verhältnissen leben, tobt das Leben. Rund um den Saint William Grant Park entlang, der Parade Straße, finden wir eine große Anzahl von Jamaikanern, die an Marktständen ihr Business zum Verkauf anbieten, von Obst und Gemüse bis zum Hosenknopf.

Weiter Richtung Norden gelangen wir in das von Geschäfts und Villenvierteln geprägte New Kingston, auch Uptown genannt. Dort befindet sich auch das Haus von Bob Marley, welches mit Hilfe der Familie liebevoll zum Museum umgestaltet wurde. Es war äußerst interessant und beeindruckend, anhand einer Führung durch das Haus, vom Leben und Werdegang dieses einzigartigen Reggae Sängers zu erfahren.

Neben seinem musikalischen Werk verbreitete Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung. Die Rastafaris berufen sich auf die Bibel und führen einen Kampf gegen die Unterdrückung der Schwarzen, welches sich mystisch und spirituell in den Texten von Bob Marley wieder spiegelt. Für deren Anhänger und für viele Menschen der Dritten Welt war und ist er heute noch, eine wichtige Identivikationsfigur.

Nach einer Stärkung, in Form einer leckeren Pizza, in einem der Devon Hous Lokale, welche sich auf dem Gelände eines Herrenhauses befinden, ging es dann mehr oder weniger Abenteuerlich ( bedingt durch Starkregen, die Straßen in Kingston glichen einer Flusslandschaft) mit dem Taxi und Bus zurück gen Port Morant.

„ Home sweet home“, ein paar weitere Tage haben wir in dieser schönen Bucht verbracht.

Obwohl der Ort Mort Morant  klein ist, konnten wir uns gut versorgen. Frische Hühnchen und Eier gab es auf der Polka Farm die sich wie auch eine Station der Coast Guard in dieser Bucht befindet. Die freundlichen Beamten haben auf unsere Schiffe geachtet, uns gute Tipps gegeben und am Steg konnten wir jederzeit “ kostenlos“ unsere Süßwasservorräte auffüllen.

Hier wird die Holzkohle noch selbst hergestellt. Diese rote Frucht nennt sich Ackee und ist die Nationalfrucht von Jamaika. Ein populäres Gericht ist “ Ackee und Saltfish .Wir waren neugierig wie die Frucht wohl schmecken mag, die hier in großen Mengen an den Bäumen wächst . In diesen Genuss kamen wir im “ Cafe‘ Kalabasch“. Britta und Jens haben es an der Hauptstraße entdeckt . Da der Besitzer , Adelaga gerne einmal für uns kochen wollte, haben die beiden einen Termin vereinbart. Ich war, nachdem schon unser Weihnachtsessen in einen renommiertem Lokal vor Ort eher schlecht war, sehr gespannt.

Ja, und was soll ich sagen? Es war toll! Auf dieser einen Kochstelle hat Adelaga für uns  (immerhin sechs Personen ) ein typisch jamaikanisches Essen zubereitet. Ok, über die Anordnung auf dem Teller müsste man noch einmal sprechen 🙂 aber es hat sehr gut geschmeckt.

Den Silvester Abend haben wir in netter Runde auf der Murada verbracht.Von Raketen oder ähnlichem war auf dieser Seite der Insel um Mitternacht nichts am Himmel zu sehen, lediglich die Coast Guard hat ein paar Schüsse (hoffentlich) in die Luft abgeben.

Wir wünschen Euch ein frohes neues Jahr 🙂

 

 

Dieser Beitrag hat einen Kommentar.

  1. Euch allen auch ein super neues Jahr. Eure Berichte sind echt spannend und lehrreich, ich bin sicher das Ihr viele Leser habt, auf jeden Fall verdient es das Material.
    Alles Liebe aus Virginia, Christoph und Co

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