“ Inselhopping“

“ Inselhopping“

31.05.-12.06.2018

Unter guten Segelbedingungen ging es zurück Richtung Hiva Oa. Unseren nächsten Stop haben wir auf der kleinsten Insel der Marquesas Tahuata eingelegt. Sie liegt nur etwa 4 Kilometer südlich der Südspitze von Hiva Oa. Der eigentliche Plan war, in der Bucht vor dem Hauptort Vaitahu zu ankern. Doch schon während wir an der Westküste entlang segelten, hatten wir ordentlich mit plötzlich aufkommenden Fallwinden zu tun, die in den Spitzen eine Stärke von 40 Knoten erreichten. Zwar nicht ungewöhnlich, da die höchste Erhöhung dieser Insel immerhin 1050 m hoch ist, aber nicht schön 🙁 Ja und als wir dann in der Vaithaus Bay zu den Fallwinden auch noch keinen geeigneten Platz zum ankern gefunden haben, ging es in die uns schon bekannte Bucht, Hanamoenoa. Diese hatten wir kurz nach unserer Ankunft auf Hiva Oa bereits schon einmal angelaufen, da außerhalb des Wellenbrechers, bedingt durch staken Schwell, ein liegen fast unmöglich war. Dort haben wir und auch unser Boot 2 erholsame Tage ohne schaukeln verbracht, denn davon hatten wir in den letzten Wochen zu genüge. In der Hanamoenoa Bay ist das Wasser kristallklar, ein schönes Revier zum Schnorcheln und es gibt einen kleinen mit Palmen gesäumten Strand mit hellem Sand, welches auf den Marquesas selten ist, da der Ursprung dunkles Vulkangestein ist.

Das mit dem Internet ist auf den Inseln so eine Sache, mal funktioniert unsere Vini Simkarte mal nicht. Da mit unserem „Hauptschiff“ ein anlaufen in den nur 1,7sm entferntem Ort Vaitahu nicht möglich war, funktionierte es mit dem Dinghi, denn dort gab es eine Post und somit Internet 🙂 So, schnell ein paar Nachrichten schicken, Wettervorhersage runterladen und zurück, denn der Schwell war beachtlich und ließ unser Dinghi ganz schön hüpfen am Festmacher. Da der Wind für den nächsten Tag passte, machten wir uns am Sonntagabend auf den Weg zur nächsten Insel , Ua Pou, ca.65 sm entfernt, eine gute Distanz für einen Törn über Nacht. Lange war unser Aufenthalt in der kleinen Ankerbucht, Bay Hakatiau nicht.

Nicht nur den Pferden geht es gut , auch die Einheimischen hatten viel Spaß mit ihren Ausleger Kanus

Zum einen war es sehr unruhig und zum anderen ist am zweiten Abend ein 50 fuss Katamaran bei starkem Wind in unsere Richtung auf Slip gegangen und es war keiner an Bord. Mit einigen Fendern, unserem Bootshaken und viel Mühe konnten wir größere Beschädigungen an beiden Booten verhindern. Zum Glück kam der Eigner nach 45 Min. (für mich gefühlte 2Std, einfach schrecklich) und suchte sich einen neuen Platz. Wir hatten die Nase voll und segelten am nächsten Morgen 22sm weiter nach Nuku Hiva in die Ankerbucht Bay Taiohae.

Tki Tuhiva, größte Skulpturen (12 Meter hoch) im Pazifik stehen auf Nuku Hiva

Diese Insel ist mit einer Länge von 25km, 17km Breite die größte der Marquesas und wird von vielen Langfahrt Seglern als letzte Station vor den Tuamotus gewählt, so auch von uns. Zwar hatten wir uns die größte Stadt ein wenig anders vorgestellt, aber naja es gab immerhin drei kleine Supermärkte, zwei Lokale und zu unserer großen Freude jeden Tag im Hafen frischen Fisch und am Anlieger einen Imbiss mit gutem Internet 🙂 Dies war nicht unwichtig, da 500sm vor uns lagen und das Wetter schon passen sollte. Der Wind für die nächsten Tage war mau also erledigten wir die typischen Dinge, wie z.B. einkaufen, Wäsche waschen und …………… Nachmittags traf man sich meistens im Imbiss zum interneten und plauschen 🙂

„Nicht nur der Fischer machte eine gute Figur, auch unsere beiden Sunnyboy’s“

Leider ist die Bucht offen und hat keinen Wellenbrecher, somit läuft die Grunddünung mal mehr mal weniger durchs Ankerfeld. In den ersten Tagen war es so krass, dass die Gläser vom Tisch flogen und ein anlanden mit dem Dinghi fast unmöglich war. Durch den starken Schwell am Anlieger wurde es rauf und runter gehoben, bis zu 1 Meter. Und in’s Wasser fallen sollte man hier möglichst nicht, da durch die Fischer, die jeden Morgen ihre Abfälle im Wasser entsorgen große Haie angelockt werden!

Am Wochenende haben wir einen Ausflug in die 5sm entfernte (sehr überschaubar) Bucht Taioa gemacht

Zusammen mit einigen bekannten Seglern haben wir diese geschützte schöne Ankerbucht ohne Schwell genossen 🙂

                       

Nach einer interessanten Wanderung zum Wasserfall, den wir leider nicht sehen konnten, da es zu gefährlich war durch Steinschlag (aber der Weg war das Ziel) bekamen wir auch hier die Gelegenheit die einheimische Küche zu genießen.

Es war schon schön, dass wir uns nach 2Std Marsch an einen gedeckten Tisch setzen konnten. Es gab ein richtiges Menü. Die Vorspeise war gebackener Bananenteig und grüner Mango-Salat, als Hauptgang wurde Fisch-Salat und gegrillter Tuna mit Reis und Maniok als Belage serviert. Nicht nur Caroline und ich haben uns sehr gefreut, denn wir hätten an Bord sehr viel Arbeit gehabt, um so ein tolles Essen zuzubereiten, auch die Bordkassen, denn es hat umgerechnet 8,00€ pro Person gekostet 🙂

 

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