“ schneller als gedacht „

“ schneller als gedacht „

8.07.-8.08.2018

Wir haben uns auf Tahiti für die Ankerbucht vor der Marina Taina entschieden, denn wir hatten einiges zu erledigen. Da wir auch hier einen Pass durchfahren mussten, ging es eine ganze Weile am Riffgürtel entlang. Ja und wie es dann manchmal so ist; während des Segelns hätte es gerne etwas mehr Wind sein können, während des Einlaufens eher etwas weniger. Es war so eine starke Brandung am Riff (die Wellenreiter hatten ihren Spaß), dass die Einfahrt erst aus nächster Nähe zu erkennen war. Hinter dem Riff angekommen, war es zwar von der Welle wesentlich ruhiger aber im Mooring und Ankerfeld , welches mit etwa ca. 250 Schiffen recht voll waren, war der Teufel los. Es war Sonntag und eine Veranstaltung des Einleger Kanu Clubs führte direkt hindurch und wir mitteldrin. Wir mussten höllisch aufpassen, denn die Kanus wurden von begleitenden Motorbooten angefeuert, es ging auf die Zielgerade zu. Die befand sich in einem Bereich vor dem Strand, wo wir ankern wollten, da es dort nicht so tief war. Aber auch dieses etwas außergewöhnliche Ankermanöver haben wir hin bekommen und die Motorboote waren sehr rücksichtsvoll. Ich weiß nicht. ob es an meinen hektischen Blicken beim Anker einfahren gelegen hat, oder aus reiner Freundlichkeit. Schon beim Durchfahren haben einige bekannte Schiffe entdeckt und in unserer Nähe lag die Sy Rebell mit Birgit und Bernd. Schön die beiden mal wieder zusehen. Das letzte Mal haben wir uns auf den Kapverden betroffen. Das ist schon eine Weile her. Im Vergleich zu den letzten Monaten war es am Anfang schon etwas befremdlich, so viele Schiffe um sich zu haben, aber auch schön mal wieder Bekannte und auch deutschsprachige Schiffe zu treffen. Auch die Marina bietet einige Annehmlichkeiten. Unter anderem eine nette Bar mit“ Happy Hour“ und (darüber freut sich nicht nur die Hausfrau) Waschmaschinen mit heißem Wasser :).

 

Schon im letzten Jahr, als wir unsere Weiterreise planten, stand fest, dass wir in Neuseeland entscheiden wollen, wie wir weiter vorgehen. Da uns bekannt war, dass die Nachfrage nach Europäischen Schiffen groß ist, ist der Gedanke immer mehr gereift, dort das Schiff zu verkaufen und an Land weiter zu reisen. Als wir dann von Freunden erfuhren, dass dies auch auf Tahiti so sei, dachten wir uns, das testen wir mal. Durch Alex und Max, ein sehr nettes Italienisches Pärchen erfuhren wir, dass Freunde ihr Schiff erfolgreich über Sail Tahiti verkauft hatten und gaben uns die Kontakte. So, und dann ging alles sehr schnell. Wir konnten kurzfristig einen Termin mit Nikki, der Brokerin vereinbaren.

Eine sehr sympathische, kompetente Frau, die auch wie wir sehr angetan war von unserem Schiff. Dies spiegelte sich vor allem in der Repräsentation im Internet wieder. Einmal anhand der Vielzahl der Fotos und die Beschreibung unseres Bootes erzeugte bei mir eine Gänsehaut. Ganze zwölf Stunden war die Annonce im Netz und wir hatten schon die ersten Besichtigungstermine für den 1.August, da Nikki für 14 Tage im Urlaub war. Wir nutzen die Zeit und verbrachten die nächsten 14 Tage auf dem 16 sm entfernten Moorea.

„Morgenstimmung im Ankerfeld“                  Ananas so weit das Auge reicht

Auch auf Moorea ging es mal wieder mit Caroline und Duncan auf Wanderschaft. Einer der Ausflüge führte uns zu dem 8km entfernten Aussichtspunkt, durch Ananas Plantagen und Wäldern 🙂

“ Geschafft“ und es hat sich mal wieder geloht.

Dort erfuhren wir 3 Tage später von unserer Anna, dass ein Pärchen (Heimatstadt Kiel) aus dem Freundeskreis ihrer Freundin seit geraumer Zeit ein Schiff in unserer Größenordnung in Französisch Polynesien sucht. „Wow“ dachten wir, das gibt es doch gar nicht und dann auch noch Dehler Fans. Lange Rede – kurzer Sinn; dieses nette Pärchen sind die neuen Besitzer der That’s Life. Wie cool ist das denn ?

“ so verbringen viele Einheimische ihr Wochenende auf Tahiti“

Zurück auf Tahiti begann ein Marathon was die Planung und Organisation unserer Weiterreise anging. Da es für Neuseeland noch zu kalt ist, haben wir uns für Australien entschieden. Bestärkt wurden wir zu diesem Entschluss von unseren Australischen Freunden, Caroline, Duncan und Nicko die uns mit sehr vielen Tipps versorgt haben. So und nun geht am Samstag den 12.08. mit dem Flieger für 3 Monate nach Australien. Dort werden wir dann einen Teil des Landes mit einem Camper unsicher machen. Mal eine ganz andere Erfahrung, wir freuen uns auf unser neues Leben. Für den Blog der „ That’s Life“ ist dies der letzte Beitrag von unserer Seite. Wir möchten uns bei allen Blog Lesern für die immer wieder netten Kommentare der letzten Jahre bedanken, wünschen allen alles Gute und auf das Eure Träume in Erfüllung gehen, denn es ist sehr schön seine Träume leben zu dürfen.

Bis dann

Susanne und Thomas

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. uff!
    das ist ja ein hammer!
    aber auch Wohnmobile haben namen, unseres jedenfalls.
    vielleicht gibt es ja doch eine Fortsetzung….
    alles, wirklich alles gute für den aufbruch zu neuen ufern !!!

    helge& sabine von der scarlett

  2. Ich freue mich sehr, dass die Familie dann wieder beisammen ist. Ganz viel Spaß und viele neue Abenteuer auf 4 Rädern mit Sand ‚unterm Kiel“. Herzliche Grüße aus Montenegro sendet deine Schwester Bine

  3. Das ist ja eine Überraschung. Sind die Käufer von der „Gegenwind“? Deren Blog verfolge ich schon länger. Euch beiden wünschen wir auf auf dem Landweg wunderschöne Erlebnisse und Begegnungen mit vielen interessanten Menschen. Schade, dass der blog zu Ende ist, aber vielleicht kommt ihr in Kiel ja irgendwann wieder an und besucht ein TO-Treffen!
    Gute Fahrt!!!
    Heidi und Peter

  4. Hey das ging ja wirklich schnell und auch etwas überraschend. Zurück von einem ausgiebigen Ostseetörn lese ich von Eurem Umstieg von Boot auf Wohnmobil (und ich dachte das macht man erst ab 70….. :-)). Für den Australientrip wünsche ich viel Freude und interessante Eindrücke. Eure spannenden Reiseberichte haben immer viel Freude gemacht und ich hoffe mehr von Euch lesen zu können.

    Liebe Grüße vom ehemaligen Stegnachbarn aus Wendtorf

    Michael

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